Werkstoffprüferinnen und -prüfer (w/m/d)

 

Kurzinfo

  1.     Schulabschluss: Fachoberschulreife; die Bewerberinnen und Bewerber sollten gute Noten in den Fächern Mathematik, Physik und Deutsch haben
  2.     Auswahlverfahren: Bewerbungsunterlagen
        und Vorstellungsgespräche
  3.     Persönliche Voraussetzung: Interesse an
        experimenteller Physik, Gewissenhaftigkeit,
        Verantwortungsbewusstsein sowie Neigung zu analysierendem Denken, prüfender und kontrollierender Tätigkeit, systematischem Denken und planvollem Vorgehen, Präzisionsarbeit, Umgang mit Daten und Zahlen, Umgang mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen
  4.     Eignungstest: nein
  5.     Ausbildungsdauer: dreieinhalb Jahre
  6.     Kammer: Industrie- und Handelskammer
        Aachen
  7.     Prüfung: Zwischen- und Abschlussprüfung, gestreckte Abschlussprüfung; Teil 1 im Ausbildungsverlauf, Teil 2 am Ende der Ausbildung
  8.     Fortbildung: Meister oder Meisterin, Techniker oder Technikerin
 

Berufsbeschreibung

Fachrichtung Kunststofftechnik

Werkstoffprüferinnen und -prüfer der Fachrichtung Kunststofftechnik planen physikalisch-chemische sowie mechanisch-technologische Prüfungen und Versuchsreihen. Sie untersuchen bestimmte Erzeugnisse und Teile auf Zusammensetzung, Struktur und Eigenschaften. Nach Schadensfällen ermitteln sie mögliche Ursachen des Bauteilversagens. Sie analysieren dabei Proben mit verschiedenen Prüfgeräten auf bestimme Materialeigenschaften.

Fachrichtung Metalltechnik

Werkstoffprüferinnen und -prüfer der Fachrichtung Metalltechnik bereiten physikalisch-technische Untersuchungen und Versuchsreihen vor. Hierzu wählen sie geeignete Prüfverfahren, Mess- und Hilfsmittel aus. Dabei untersuchen sie metallische Materialien und Produkte auf Eigenschaften, Zusammensetzung und Fehler. Sie prüfen unterschiedliche Materialeigenschaften wie Härte, Festigkeit oder Verformbarkeit.

Teil der Ausbildung ist die gestreckte Abschlussprüfung. Teil 1 dieser Prüfung, etwa 30 Prozent, ist für alle Fachrichtungen gleich. Die Differenzierung in einzelne Fachbereiche erfolgt im zweiten Teil.

Ein großes Einsatzgebiet von Werkstoffprüferinnen und -prüfern der fachrichtungen Metall- und Kunststofftechnik liegt im Bereich der Forschung, Entwicklung und Qualitätssicherung. Hier werden Weiterentwicklungen von Werkstoffen beziehungsweise Bauteilen und entsprechenden Versuchen begleitet. Zu allen Aufgabengebieten ist die theoretische Grundplanung der Arbeitsschritte, ein geradliniges Umsetzen von Prüfnormen und Prüfvorschriften, wie auch deren handwerkliche Umsetzung unabdingbar.

 

Betriebliche Ausbildung

Die betriebliche Ausbildung findet in der jeweiligen Hochschuleinrichtung statt.

In der Betriebsschule der RWTH Aachen wird ergänzender Unterricht erteilt.

Schulische Ausbildung

Der Berufsschulunterricht findet an zwei Tagen in der Woche im Berufskolleg 16 der Stadt Köln, Karthäuser Wall 30, 50678 Köln statt.

 

Vergütung, Jobticket und Urlaub während der Ausbildung

Ausbildungsvergütung:

1. Ausbildungsjahr: 986,82 Euro

2. Ausbildungsjahr: 1.040,96 Euro

3. Ausbildungsjahr: 1.090,61 Euro

4. Ausbildungsjahr: 1.159,51 Euro

vermögenswirksame Leistungen: 13,29 Euro

Jobticket: ab dem 1. Januar 2018 21 Euro pro Monat

Weihnachtsgeld: 95 Prozent des Novemberentgelts

Urlaubstage: 30 Tage pro Jahr