NGP²

  Gebäude NGP2 A. Böcking
 

NGP² Fakten

Baubeginn: 2014

Bezug durch die AVT: vsl. 02/2017

Fläche insgesamt: 14.500 m²

Bürofläche: 2000 m²

Laborfläche (incl. Technikum): 3500 m²

Elektronische und feinmechanische Werkstätten: 330 m2

 

Publikationen

  • Bioraffinierte Verfahrenstechnik
    RWTH Themen
    Energy, Chemical & Process Engineering
    Ausgabe 1/2015
    ISSN: 0179-079X
  • NGP² - Aachener Keimzelle für Prozesse und Produkte der nächsten Generation
    Chemie&More
    Ausgabe 4.16
    08/2016
 

Das Center for Next Generation Processes and Products (NGP²) ist der nach Art. 91b GG geförderte Forschungsneubau der Aachener Verfahrenstechnik (AVT), der derzeit im Erweiterungsgebiet „Campus Melaten“ der RWTH Aachen entsteht. Das NGP²-Gebäude befindet sich seit April 2014 im Bau und soll voraussichtlich Anfang 2017 von der AVT bezogen werden.

NGP² vereint die Lehrstühle der Aachener Verfahrenstechnik, die bisher auf fünf Standorte über das Aachener Stadtgebiet verteilt waren, unter einem gemeinsamen Dach. Gleichzeitig positioniert NGP² durch seine Lage die AVT nun auch räumlich in direkter Nähe ihrer wichtigsten lokalen Kooperationspartner aus Chemie, Biologie und Biotechnologie. Diese räumliche Nähe erzeugt Synergien und fördert so den wissenschaftlichen Austausch sowie Kooperationen, sowohl innerhalb der AVT als auch mit den Kooperationspartnern an der RWTH

Das Gebäude bietet auf rund 7000 m² beste Bedingungen für exzellente Forschung im Bereich der Verfahrenstechnik neuartiger und innovativer Prozesse:

Neben großzügigen Büroflächen für wissenschaftliche Mitarbeiter und Studenten stehen diverse Räumlichkeiten für Tagungen, Lehrveranstaltungen, Seminare und Besprechungen zur Verfügung. Weiterhin verfügt das Gebäude über eine Bibliothek sowie eigene Werkstätten zur Fertigung feinmechanischer und elektronischer Bauteile.

Auf über 2800 m² stehen den Wissenschaftlern in NGP² modernste Laboratorien zur Verfügung, die auch besonderen Anforderungen gerecht werden, wie sie beim Arbeiten mit biologischen Gefahrstoffen (S1 u. S2), mit explosionsfähigen Gemischen oder schwingungssensiblen Geräten auftreten.

Das Herzstück des Gebäudes bildet das über 680 m² große Technikum, welches die modulare Bioraffinerie beherbergen wird, mit der Prozesse im Maßstab von 25 – 150 L realisiert werden sollen.

Ca. 20% der Hauptnutzungsfläche stehen für Kooperationen zur Verfügung und machen NGP² so zu einer Plattform für gemeinsame Forschungsvorhaben mit den starken Partnern der AVT aus Akademia und Industrie.

NGP² ist jedoch viel mehr als ein physischer Ort für exzellente Forschung, sondern gleichzeitig auch der Titel des Forschungsprogramms der AVT, das Lösungen für die grundlegenden wissenschaftlichen Fragestellungen rund um die Erschließung regenerativer Kohlenstoff- und Rohstoffquellen anstrebt und somit einen wichtigen Beitrag zur Bioökonomie leisten will.

Die Realisierung regionaler, stofflicher und möglichst klimaneutraler Wertschöpfungsketten stellt hierbei ein Kernziel der Forschungsaktivitäten in NGP² dar.

Die Entwicklung dieser Wertschöpfungsketten erfordert aber nicht nur neue Prozesse und Produkte, sondern auch neue verfahrenstechnische Grundlagen, Methoden und Apparate. In NGP² soll dazu die NGP²-Bioraffinerie als Forschungsplattform sowohl entlang der Wertschöpfungskette als auch zur wissenschaftlichen Methodenentwicklung etabliert werden.

  Methoden AVT  

Die geplante NGP²-Bioraffinerie bildet einen flexiblen Prozess zur Konversion biogener Rohstoffe zu maßgeschneiderten Produkten ab und verschaltet auf modulare Weise die Verfahrensschritte für Aufschluss, Umwandlung und Separation. Lösungsmittel, Katalysatoren und Energie sollen möglichst verlustfrei rezykliert („zero liquid discharge“) und integriert werden und mittels on-line Analytik direktes Prozessverständnis und Prozessoptimierung erlauben.

  Prozesse AVT  

Für die Konzeptionierung der Forschungsanlage konnten die Planer der AVT unter anderem auf die Erfahrungen und Expertise zurückgreifen, die die AVT zusammen mit ihren Partnern seit 2007 im Exzellenzcluster „Maßgeschneiderte Kraftstoffe aus Biomasse“ (TMFB) gesammelt und aufgebaut haben. Die Einbindung der AVT in das Bioeconomy Science Center (BioSC) unterstützte die Auswahl geeigneter Prozessrouten und Zielprodukte sowie Einordnung und Positionierung von NGP² in die Fragestellungen der Bioökonomie.

Mit NGP² entsteht somit eine einzigartige Plattform für Kooperationen und Austausch in der Verfahrenstechnik nachhaltiger Prozesse, die die AVT noch enger mit Ihren starken Partnern zusammenbringen und somit die Entwicklung innovativer Prozesse zur verantwortungsvollen Nutzung erneuerbarer Rohstoffe vorantreiben wird.