AVT ChemCar „NichtNurTheoretiCar“

  Das Team arbeitet am Chemcar  

Heimspiel. Dieses Jahr hat die ProcessNet-Jahrestagung Mitte September in Aachen stattgefunden. Neben dem äußerst spannenden Konferenzprogramm ist der studentische ChemCar-Wettbewerb als absolutes Highlight der Veranstaltung bekannt.

Das Startfeld war mit sieben starken Teams besetzt. Neben den deutschen Teams der 
HAW Hamburg, TU Dortmund, DHBW Mannheim, Uni Ulm und der RWTH Aachen University haben sich die zwei internationalen Teams der TU Lodz (Polen) und der Universitas Negeri Semarang (Indonesien) einen spannenden Wettbewerb geboten.
Als Ziel gilt es ein chemisch angetriebenes Fahrzeug (ChemCar) zu entwickeln und damit eine ausgeloste Strecke von 5 bis 20 Metern möglichst exakt zurückzulegen. Die Teams entwickeln dazu innovative Antriebs-, Reaktor und Bremskonzepte welche in den drei Kategorien Kreativität, Sicherheit und dem Ergebnis des Rennens bewertet werden.

Trotz Heimspiels lief es dieses Jahr leider nicht so gut für unser Aachener Team den „NichtNurTheoretiCar“. Unserem ChemCar „Carl das Großen“ ging es nicht gut. Wegen einer Leckage im Leitungssystem und an Carls Herzstück einem Stirlingmotor haben wir auf die aktive Teilnahme am Wettrennen aus Sicherheitsaspekten verzichtet. Mit Charm hat unser Teamchef Nils bei der Vorstellung Carls den Teamnamen revidiert und kurzerhand zum „TheoretiCar“ gemodelt.

Trotz Allem haben wir einen erfolgreichen fünften Platz erreicht. Dies haben wir dem ausgesprochen ausgetüftelten Konzept Carls zu verdanken, welches von der Jury enorm gelobt wurde. Das Herzstück unseres Carls ist ein Stirlingmotor in den direkt zwei Reaktoren für die Wärme- und Kälteseite als Energiequelle des Motors integriert sind. Zum Stoppen des ChemCars läuft gleichzeitig die Ioduhr-Reaktion ab. Die Ioduhr-Reaktion kennzeichnet sich dadurch, dass sie einen zeitlich einstellbaren Farbumschlag besitzt. Dieser kann mit selbstgebauter Foto-Elektronik detektiert werden, welche wiederum zwei Pumpen zum Spülen der Reaktoren einschaltet. Das Spülen eliminiert die antreibende Temperaturdifferenz und stoppt Carl somit. Am Ende hat das Team UUlm der Uni Ulm mit einer Punktlandung im zweiten Wettbewerbslauf die ChemCar-Trophäe für sich gewonnen. Glückwunsch für eure starke Leistung!

Der ChemCar-Wettbewerb wurde dieses Jahr von einer Reihe an Sponsoren der BASF, COVESTRO, Evonik, INBUREX, InfraServ-Knapsack, Lanxess, Lonza und Merck unterstützt. Insbesondere möchten wir uns bei unseren Sponsoren der HANS HERMANN VOSS‑STIFTUNG bedanken. Wir freuen uns auf innovative Konzepte und Neuerungen im Regelwerk für den nächsten ChemCar-Wettbewerb 2019 in Würzburg.

 
24.09.2018